Es gibt wirklich sehr viele Bands und Interpreten über die ich alle liebend gerne schreiben würde. Kann mich kaum entscheiden. Sogar meine Lieblingsband aus Rockmusik schiebe ich noch vor mich her. Und über lokale Helden möchte ich ja auch schreiben …

Nun aber erst mal eine Band aus der Richtung Punk-Rock.  Heute möchte ich euch, meiner Meinung nach, eine der besten Pop Punk Bands aus Deutschland vorstellen. Das Ganze wird sich in zwei Beiträgen unterteilen, da es auch bei der Band zwei Abschnitte gibt, die durch eine Namens-Änderung zustande kamen. Aber später mehr dazu. Bitte nicht wundern, wenn ich in der Band-Geschichte immer noch „Itchy Poopzkid“ schreibe – aber damals hießen sie ja noch so!

Wenn dir die Band nichts sagt, oder du während dem Lesen einfach ein bisschen gute Laune Mukke hören willst, dann klick hier und du kannst während du den Beitrag verschlingst ein bisschen Itchy hören!

Itchy Poopzkid

Es handelt sich hierbei um eine Drei-Köpfige Pop Punk Band aus Deutschland. Über die Jahre hinweg brachte das Power-Trio sieben Studio-Alben raus, gründeten ihre eigene Plattenfirma und schrieben sogar ihr eigenes Buch.

Panzer, Max & Sibbi

Itchy: Panzer, Max & Sibbi (v. l. n. r.)

Aktuelle Bandmitglieder: Sibbi, Panzer & Max

Bandgeschichte Itchy Poopzkid

Die Band wurde früher im Jahr 2000 von vier Schulkameraden unter dem Namen „Nutella“ in Eislingen gegründet. Damals wurden bloß Cover Songs gespielt. Ein Jahr später stieg der zweite Gitarrist aus, man benannte sich in Itchy Poopzkid um und fing an, eigene Songs zu schreiben und zu komponieren.

2001 brachten sie ihre erste Demo CD raus. Sie veröffentlichten die EPs „Two Thumbs Down“ und „Having a Time“, außerdem auch das drei Jahre spätere Live-Album „Fuck Ups…Live!“. Auf dem Live-Album sind Eindrücke von mehreren Konzerten und Festivals zu sehen. Bekannte Bands mit denen Itchy Poopzkid in der Schweiz, Österreich und in Deutschland auf Tour gingen, waren keine geringeren als Emil Bulls und vor allem Anti-Flag (wer mich kennt, weiß, dass es nichts geileres als Anti-Flag gibt).

Heart To Believe

Itchy Poopzkid unterschrieben einen Plattenvertrag bei dem Label Where are my records. Unter diesem Plattenlabel brachten sie 2005 ihr erstes richtiges Album „Heart to Believe“ raus. Auf diesem Album war schon einer ihrer All-Time-Classics „Say no!“ drauf, den Fans damals auf ihrer Website downloaden konnten. Anschließend gingen sie als Support der Band +44 (bestand damals aus 2/3 der Bandbesatzung von Blink-182, die zu dem Zeitpunkt pausierte) auf ihre Tour durch Deutschland.

Time To Ignite

Anfang 2007 brachte die Band ihr zweites Album raus. „Time To Ignite“ erreichte mit Start des Albums Platz 68 der deutschen Charts, blieb darin für zwei Wochen. Von diesem Album war ihre erste Single Silence is killing me, die auch in den Single-Charts vertreten war. Mit ihr erreichte die Band Platz 81. Naja Zahlen über Zahlen … Der Sound auf der Platte ist schöner, ersichtlicher Pop-Punkrock wie auch auf ihrem ersten Album. On Top kommt ein entspannter Trompeten-Sound dazu. Zu hören in dem Track „Try Try Try“! Ob nun Green Day oder die Donots … der Vergleich einiger Songs dieser Platte mit anderen Bands sollte Itchy Poopzkid schmeicheln. Jedoch ist ihr Sound irgendwie unvergleichlich!

2007 gewann die Band einen Contest von MTV. Sie setzten sich im Finale gegen die Indie-Rock Band Madsen durch und gewannen einmal eine komplette MTV Rockzone Folge zu moderieren. Einer der Rock-Sendungen meiner Jugend. In der Sendung wurde damals über Aktuelles, Vergangenes, neue Alben, Newcomer oder auch einfach über Festivals gesprochen. Interpreten wie Green Day, Farin Urlaub oder Muse. Dort zu gewinnen war also ein voller Erfolg, denn die Popularität stieg.

Auch in diesem Jahr ging es mit keiner anderen Band als Sum 41 auf Tournee. Itchy Poopzkid war die Vorband der Kanadier und rockten die Hallen für jeweils circa 30 Minuten.

Dead Serious

Im Januar 2009 brachten Itchy Poopzkid ihr drittes Album „Dead Serious“ auf den Markt. Der Sound blieb gleich, Gott sei Dank. Denn der passt immer noch. Das Album erreichte den 39. Platz der Albumcharts in Deutschland.

Die erste Single des Albums war „The Living“. Dieser Song schaffte es auch zu einem Titelsong einer Fernsehwerbung der Automarke Suzuki. Eigentlich nicht so typisch für eine Punk-Rock Band. Jedoch sei das alles abgesprochen gewesen und es hat keine Kritik der Fans gegeben. Das Lied kannst du dir hier anhören

Lights Out London

Am 21. Oktober 2010 erschien die Single „Why Still Bother“. Zusammen mit WDCS (Whale and Dolphin Consercation Society) thematisieren die Jungs von Itchy Poopzkid den Schutz der Meeressäuger. Im Video demonstrieren sie gegen die für Tiere gefährliche Methode um Mittels Schallimpulse Objekte im Wasser aufzuspüren (Sonar). 2011 kam dann „Lights Out London“ über das neu gegründete Label „Findaway Records“ auf den Markt. Das Label gründete die Band selbst um somit noch unabhängiger zu werden. Das Album erreichte Platz 35 in den deutschen Albumcharts.

In diesem Jahr gab es einen Wechsel am Schlagzeug. Durch das eigene Label wurde es dem ehemaligen Drummer, Tobias Danne, alles ein bisschen zu viel und wurde durch den auch jetzt noch aktuellen Max Zimmer ersetzt.

Ports and Chords

Das fünfte Album der Band erschien zwei Jahre später, 2013. Auf dem Album sind Features mit bekannten Punk-Rockern drauf. Charlotte Cooper von The Subways (Duett mit Sibbi in „She Said“) und Guido Knollmann von den Donots (zu hören im Track „The Pirate Song“) nehmen in diesen Songs einen gewissen Part ein. Das Album chartete auf Platz 27, somit der größte Erfolg bis dahin. Ein besonderes „on-top“ gab es mit dem Song „With Heads Held High“. Denn auf diesem sind im letzten Refrain über 1.000 Stimmen zuhören. Fans konnten den Refrain zuhause einsingen und der Band zuschicken.

Six

Six ist das sechste Album, wer hätte das gedacht. Wie gewohnt mit viel Herzblut und tollen Texten bringen sie im März 2015 den Track „Dancing In The Sun“ raus. Für das Video erhielten Itchy Poopzkid viel Hilfe & Zuspruch einiger NGOs (Nichtregierungsorganisationen) wie zum Beispiel Ocean Care, Sea Shepherd, Greenpeace oder auch Peta.

In Deutschland erreichte das Album Platz 5 in den Charts. Ein riesen Erfolg! Im November tourte die Band durch Deutschland, Österreich und die Schweiz mit insgesamt 24 Konzerten.

2016 folgten viele weitere Konzerte und Festival-Auftritte im europäischen Raum. In Ulm auf einem Konzert feierten sie ihr 15 jähriges Jubiläum und zogen sich fürs Erste zurück aus dem Musik Business.

Wie es mit der Band weiterging, könnt ihr im zweiten Teil nachlesen. Seid gespant, dieser kommt bald!

Meinung & Epilog

Am besten macht ihr euch selbst ein Bild von der Band, falls ihr Itchy noch nicht kennt. Hört rein, rastet aus, geht ab & schreibt in die Kommentare, wie ihr die Band findet. 😉

Kurz muss ich trotzdem meinen Senf dazu geben (wer hätte es gedacht):
Über die Jahre hinweg hab ich gesehen, wie Itchy nicht aufgegeben hat, immer weiter gemacht hat und auf jedem ihrer Alben einfach mal abgeliefert haben. Die Verbindung aus ernsteren, politischen Themen und einfach nur der typischen Spaß Musik, ist die perfekte Abwechslung. Dazu kommen noch Lieder wie „Down Down Down“ vom vierten Album oder auch „The Lottery“ vom Album Dead Serious, die ein wenig ruhiger und melancholischer sind. Und wer es eher progressiver mag, ein wenig mehr auf die Fresse also, kein Problem für Itchy. Ob nun mit „Big Shot“, „Better Off Alone“ oder anderen Songs. Mit Itchy kommt man in jedem Album auf seine Kosten.

Ich bin der Meinung, dass man dieser Band einiges mehr an Erfolg zusprechen sollte. Vor allem auch international. Dass das Thema schwierig ist, weiß jeder. Dennoch, ich kann es nicht ganz nachvollziehen. Geile Bands mit mega Songs! Mega Songs mit mega Texten! Viel Spaß mit dem zweiten Teil.

Tracks von Itchy

Itchy – The Living

Itchy – Down Down Down

 

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Was du auf jeden Fall mal machen solltest: Hör dir doch mal das in 2018 veröffentlichte Album „Never Gonna Die“ von Pennywise an.

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